Zeitschrift für die Welt der Türken / Journal of World of Turks, Vol 8, No 2 (2016)

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Einige Überlegungen zu den Liebessymbolen in den Konyaner Volksliedern

Ali Osman ÖZTÜRK

Abstract


Konya, vielmehr als eine konservativ bekannte Stadt im Mittelanatolien, weist eine unglaublich muntere Volksliedtradition auf, die aus verschiedenen Perspektiven untersucht werden will. Eine von diesen Perspektiven stellt die Musikpraxis der männlichen Musizierenden hinter den geschlossenen Türen der entlegenen Häuser hinter den Gartenmauern dar, was also besagt, dass sie sich ungern öffentlich auftreten wollen.
Diese Gestik äußert sich auch im Ausdruck menschlicher (insbesondere vertraulicher) Gefühle in den volkstümlichen Liedern, die sie nicht direkt aussprechen, sondern in Symbolen codieren. Das bedeutet aber doch keine Verheimlichung, sondern vielmehr eine Veröffentlichung der heimlichen Gefühle auf eigene Art, die Mitsingende bzw. -hörende vom vornherein verstehen.
Es handelt sich in meinem Beitrag um die Liebessymbole der Konyaner Volkslieder, sowie sie in den gedruckten Liedern von Mazhar Sakman, eine der bedeutendsten Gewährspersonen dieser Landschaft, vorliegen. Es wird hier versucht, herauszustellen, wie und wo sie im Liedkontext auftreten und unter welchen Aspekten sie zu verstehen sind.
Das Ziel des Beitrags besteht darin, die Musikpraxis in Konya mit der Art und Weise des Ausdrucks von Liebesgefühlen, deren Codierung im Kontext auch zu erschließen gilt, in Relation zu bringen.


Konya, which is known a conservative city in Central Anatolia, has an incredibly lively folk song tradition, which will be studied from different perspectives. One of these perspectives is the musical practice of male musicians behind the closed doors of the outlying houses behind the garden walls. This is stating that they do not want to appear in public.
This gesture appears in the expression of emotions in the folk songs that are not spoken directly, but encoded in symbols in the expression of humane emotions (especially intimate ones). But that means no concealment of them, but rather a publication of the secret feelings in a authentic way, hence the singers and listeners know those meanings from the very beginning.
In my paper, the symbols of Konya folk love songs will be presented. Texts have been chosen from among the printed songs by Mazhar Sakman, one of the most important people of this region. It is attempted here to highlight how and where they occur in the song context and which aspects are to be understood.
The aim of the lecture is to bring the music practice in Konya with the way of expression of love feelings, their coding to be tapped in the context, in relation.


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